designfragen.de richtet sich an Unternehmen und Personen, die bisher noch keine Erfahrung mit Design haben und nun ein Logo, eine Webseite oder ähnliche Designarbeiten in Auftrag geben möchten.
Diese Seite beantwortet die gängigsten Einsteigerfragen.
Die Frage ist untrennbar mit dem Ziel und den Inhalten Ihrer Webseite verbunden:
Generell gilt: Sofern Sie selbst regelmäßig Änderungen an Ihrer Webseite vornehmen möchten, ist ein Content-Management-System (CMS) empfehlenswert, um mit minimalen Aufwand das gewünschte Ergebnis erzielen zu können. Für bestimmte Funktionen, wie etwa die Möglichkeit, Artikel bewerten oder kommentieren zu können, bietet sich ebenfalls von Anfang an ein CMS an.
Wenn keine regelmäßigen Änderungen oder Erweiterungen geplant sind, ist der Projektumfang entscheidend: Web-Visitenkarten (eine Seite mit Kontaktinformationen) oder sehr kleine Projekte mit bis zu zehn einzelnen Seiten sind als statisches HTML schnell und preisgünstig zu realisieren. Statisches HTML bietet den größtmöglichen Freiraum der Umsetzung; und selbst sehr ausgefallene Gestaltungen oder visuelle Effekte sind wirtschaftlich realisierbar. Wichtig hierbei: Die Gestaltung und Inhalte sind bereits weitestgehend fixiert und strukturelle Änderungen sind nicht geplant.
Bei kleinen Projekten zwischen zehn und zwanzig einzelnen Webseiten sollte die Entscheidung zwischen statischem HTML und einem Content-Management-System sorgfältig abgewogen werden. Oftmals ist hier das »wie« der Projektrealisierung entscheidend: Sofern alle Inhalte und Strukturen vorliegen und auch bis zur Fertigstellung des Projektes nicht mehr geändert werden, ist eine Umsetzung in statischen HTML schneller und effektiver.
Wenn während der Projektrealisierung Änderungen an Struktur oder Inhalt des Webprojektes vorgenommen werden, rentiert sich der anfängliche Mehraufwand für ein CMS durch massive Kosteneinsparungen im Vergleich zu Überarbeitungen statischer HTML Seiten sehr schnell.
Ein Beispiel: Ihr Webprojekt besteht aus zehn Inhaltsseiten. Sie möchten nun den Menüpunkt »Das Unternehmen« in »Unser Unternehmen« umbennen und die Reihenfolge der Menüpunkte ändern.
Mit einem CMS haben Sie die Freiheit, diese Änderung innerhalb von wenigen Sekunden durchzuführen, und die Gewissheit, dass nacher alle zehn Seiten korrekt geändert wurden. Bei statischen HTML müssen Sie alle zehn Seiten in einen HTML-Editor laden, die beiden gewünschten Änderungen vornehmen, die Seiten speichern und zur Sicherheit nochmals alle zehn Seiten überprüfen. Insgesamt – je nach Geschick – ist mit etwa einem zehnfachen Zeitaufwand zu rechnen. Hinzu kommt eine generell deutlich höhrere Wahrscheinlichkeit für Umsetzungsfehler, da CMS über zahlreiche Funktionen zur Bearbeitung- und Qualitätssicherung verfügen, die in HTML-Editoren nicht vorhanden sind. Beispiele hierfür sind automatische Überprüfung von Verlinkungen, automatische Bildbearbeitung- und Optimierung und die automatische Generierung von Navigationsmenüs.
Der Hauptvorteil eines CMS ist: Sie können nach einer kurzen Lernphase die Inhalte Ihres Webprojektes eigenständig bearbeiten – ohne HTML oder CSS lernen zu müssen. Diese Freiheit beschleunigt den Aktualisierungsprozess stark und macht viel Koordination und Abstimmung überflüssig.
Antwort von: Bernhard Welzel realisiert Webprojekte auf Basis des Opensource Content-Management-Systems Typo3 und ist Mitglied bei den Webkrauts.
Falls Fragen nicht ausreichend beantwortet werden oder wichtige Fragen fehlen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.